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Puch VS 50 D

Puch Mopeds

PUCH begann 1954 "Mopeds" zu bauen, die eigentlich ursprünglich offiziell "Fahrräder mit Hilfsmotor" waren - MOtorisierte PEDale eben. Der heutige Begriff dafür im Kraftfahrgesetz, "Motorfahrrad", erinnert noch immer daran, obwohl die zeitgenössischen "Mofa"s wohl wirklich praktisch nichts mehr mit einem Fahrrad gemeinsam haben. Zum "Urahnen" der VS 50 D, der MS 50, an anderer Stelle.

VS 50 D

Die VS 50 D kam Mitte 1958 auf den Markt. "V" für Vollnabe(nbremse), "S" für Schalenrahmen und "D" für Dreiganggetriebe. Auch abgesehen vom Getriebe war sie etwas aufwendiger konstruiert - so war die Gabel stärker, als die der MS, es gab eben Vollnabenbremsen statt der "Schuhcremedosen" der MS, einen größeren Auspuff, einen geschlossenen Kettenkasten und später (1960) dann auch eine größeren Scheinwerferträger mit kleinen Stadtlichtlämpchen links und rechts neben dem Scheinwerfer (baugleich den seitlichen Blinkleuchten beim PUCH 500 nur eben weiß statt orange) und den selben, verkleideten Lenker, wie bei der DS 50. Aus gesetzlichen Gründen fielen die seitlichen Lämpchen später weg.

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Puch VS 50 D von 1962

Fast 300.000 Stück liefen davon bis 1979 vom Band - zwar nur ca. ein Drittel der Produktion von MS und später MV, die ja auch insgesamt länger gebaut wurden, aber doch eine stattliche Zahl des Fahrzeuges, das auch bei Post, Polizei und Gendarmerie recht beliebt war.

Mehr oder minder abgelöst wurden die "Stanglpuchs" aber dann wenigstens aus den eigenen Reihen - der Verkaufsstar "Maxi" erblickte 1969 das Licht der Welt und sollte gut 2 Millionen "Geschwister" bekommen....

Marke: Puch, Type: VS 50 D

Baujahr: 1962
Hubraum:
48,8 cm³
Leistung:
1,7 PS bei 4.700 U/min
Produktionszahl:
fast 300 000

Diese eine ...

Das konkrete Fahrzeug ist nun schon dreißig Jahre (!) in meinem Besitz - ich erwarb es damals von einem Klassenkollegen, der schon "etwas älter" war und bereits aufs Motorrad umstieg - wenn ich mich recht erinnere, auf eine BMW R 75/5. Leider erfüllte sich meine Hoffnung, ihm später auch dieses Gerät abkaufen zu können, nicht...

Die VS 50 D war für mich die Nachfolgerin meines ersten Mopeds, einer KREIDLER Florett, bereits kaputt gekauft und dann bald ganz kaputt - kein Geld für notwendige Reparaturen führte eben bald zur "endgültigen Vernichtung" durch Kolbenklemmer wegen defekten Pleuellagers. Gehört aber irgendwie nicht zum Thema...

Die VS begleitete mich also, bis zum ersten Motorrad (PUCH 175 SV), als Alltagsfahrzeug und wurde auch später ziemlich regelmäßig benützt, bis nach vielen Jahren doch "starke Gebrauchsspuren" eine Renovierung nahelegten. Wie so oft wurde daraus eine "unendliche Geschichte", da sich mit der Zerlegung katastrophale (korrosionsbedingte) Schäden zeigten. Kein Wunder - fuhr ich doch jahrelang bei wirklich jedem Wetter (Schnee eingeschlossen) damit durch die Gegend.

Aber zum Glück kennt man Leute, die wissen, wo es Ersatz für nicht mehr vorhandenes, da weggerostetes, Material gibt und Leute, die das, was wieder aufbereitet werden kann, entsprechend aufbereiten können. Kurz gesagt: mit allem hin und her dauerte es dann doch einige Jahre bis der (bis auf Wartungsarbeiten wie Entrußen unangetastete!) Motor. und Getriebeblock wieder etwas zum Antreiben hatte und heute läuft und läuft und läuft sie wieder. Zugegeben: der Spruch gehört eigentlich einer anderen Marke - jedoch Gebläsekühlung und unverwüstliche Qualität haben wohl beide gemeinsam.

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